Mai
17

Holzauges Lounge nun auch auf Facebook

So ich bin jetzt auch auf Facebook. Wer mich mag und auch auf Facebook ist kann gerne vorbeikommen und auf gefällt mir klicken. Dann sieht er in seiner Timeline immer das neueste über den Blog und den Podcast.

Unter Umständen gibts auch ein paar Fotos von irgendwelchen Events bei denen ich bin etc.

auf jeden Fall hier gelangt man zu der Seite

Mai
17

Doch nicht DC komplett!!!!

Ich bin mittlerweile von meinem Plan DC komplett zu Lesen wieder abgekommen und das aus gutem Grund. Es gibt bei diesen 52 Heften knapp ein Viertel, welches unlesbar ist. Ich meine nicht schlecht sondern schlicht unlesbar. Diese Hefte sind komplette Totalausfälle die von jedem Standpunkt aus eine Katastrophe sind.

Und ich verstehe das nicht. Da hat man die Möglichkeit eines kompletten Neubeginns, bei dem man 52 wirklich geniale Serien machen könnte und dann macht man so Sachen wie Blackhawks, Deadshot oder Green Arrow.

Trotzdem hab ich einige Hefte gefunden, die vor fast einem Jahr ein bisschen untergegangen sind, wie zB All Star Western, die beiden Legion of Superheroes Hefte oder das ziemlich coole Suicide Squad. In meiner Liste sind jetzt jedenfalls anstatt von 52 Heften knappe 40, was eigentlich auch reicht. Die neuen #1 die erst vor ein paar Wochen herausgekommen sind, werden dann aber, sobald ich dort bin komplett geholt um mir von denen ein Bild machen zu können. Somit könnte es vielleicht bei Ausgabe 18 oder 24 soweit sein, dass ich DC wieder komplett lese, weil bis dahin die wirklich gruseligen Hefte alle abgestoßen wurden. Ein paar sind ja schon nach 6 Monaten verschwunden.

Mai
13

Whoa (Gratis) Comic

Interessant ist es schon, wenn man einen Comic reviewen kann, deren Künstler einem bereits seit Jahren bekannt sind. Ich gebe es zu, bisher hat mich Plem Plem Productions eher wenig bis gar nicht interessiert, zu sehr war die Hemmschwelle mir mal was zu bestellen, zu teuer die Versandkosten nach Österreich.

Trotzdem war ich beim Gratis Comic Tag besonders auf dieses Heft gespannt, endlich eine eigene Meinung zu Plem Plem Productions schaffen, endlich wissen ob der Verlag wirklich was taugt. Und ich kann sagen: “Es hat sich gelohnt”

Nun ein bisschen was zum Heft: Im Heft befinden sich 4 kleine Geschichten, entweder schon erschienen oder kurz vor der Veröffentlichung stehend. Eine Kurzgeschichte über Dracula beim Speeddating, ein Preview der Superheldenserie “Teenage Superfreaks” eine Vorschau zum düster aussehenden “Into the Mirror” und zum Schluss wieder ein Preview von Sanchez Adventure.

Die Kurzgeschichte rund um Dracula ist witzig. Nicht gezwungen witzig, nicht unbeabsichtigt witzig sondern einfach wirklich witzig. Dracula trifft auf die verschiedensten Singles und von diesen Charakteren lebt die Geschichte. Nicht nur einmal hab ich laut losgelacht, vorallem Uwe der Transexuelle hat mich sehr zum lachen gebracht.

Die Vorschau von Teenage Superfreaks konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Das lag zum größten Teil am Zeichner. Christoph Kloiber ist hier in erster Linie eines und zwar inkonsequent. Einmal zeichnet zB realistische Augen, im nächsten Panel hat die Figur Knopfaugen. Einen Plan oder ein Schema hab ich leider nicht erkannt. Die Story hingegen hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass Mehrtens zwanghaft in jedem zweiten Panel eine Punchline abliefern möchte. Das passt zu der Draculageschichte hervorragend, zu Teenage Superfreaks aber überhaupt nicht. Insgesamt war Teenage Superfreaks deutlich der schwächste Teil dieses Heftes. Schade drum, vorallem da ich den Zeichenstil vom Coloristen von Dracula “Bouncie D.” kenne und ihn für dieses Projekt deutlich geeigneter finde.

Christoph Kloiber ist jedoch nicht nur ein guter Zeichner sondern auch als Autor unterwegs und das beweist er mit “Into the Mirror”. Kein Funny und kein Superheldencomic sondern einen Krimi bietet Plem Plem hier. Gleichzeitig ist dieser Teaser auch der einzige Teil des Heftes, der nicht von ihm gezeichnet wird.Die Zeichnerin, Kristina Reigber, macht den Teaser übrigens zum Highlight dieses Heftes. Unglaublich talentiert und wirklich sehr sauber gezeichnet. “Into the Mirror” wird das Highlight für Plem Plem Productions im Jahr 2012, soviel kann man jetzt schon sagen.

Zum Schluss gibt es dann wieder einen Funny. Kloiber schreibt und zeichnet und das macht er grandios. Ein Auszug aus Sanchez Adventures #1

Einerseits zeigt er hiermit sein Gespür für das Medium Comic, andererseits auch ein Gespür für Komik. Der Roboter Sanchez ist von der ersten Sekunde an ein Sympathieträger, ich würde gerne mehr von ihm lesen, und die Idee Roboter in ein Ferienlager zu stecken wirkt bei längerem Nachdenken einfach so absurd, dass sie einfach funktionieren muss. Hier wirken auch die Zeichnungen von Kloiber wunderbar harmonisch und die Kolorierung ist sehr sehr fein. Sehr toll gemacht.

Insgesamt muss ich sagen, dass Kloiber einen dreckigen Stil hat, der sich bei den Funnies an einen Robert Crumb annähert, bei den Superheldensachen jedoch unpassend ist. Auch Mehrtens ist deutlich besser, wenn er Funnies macht, “Teenage Superfreak” ist etwas zu gezwungen, wenn auch nicht schlecht. Kristina Reigber ist eine extrem talentierte Zeichnerin für eine Noirgeschichte ist sie sehr gut geeignet. Leider sieht man hier nur die Kolorierung von Bouncie D., er ist auch als Zeichner sehr gut und insgeheim wünschte ich mir ihm als Zeichner für Teenage Superfreaks, ich glaube er ist für Superheldencomics besser.


Bouncie D, Christoph Kloiber, Henning Mehrtens (v.l.n.r)

Die drei Künstler machen übrigens seit mehreren Monaten einen eigenen Comicpodcast, Comic-o-Rama heißt dieser und ist verdammt lustig. Seit einiger Zeit ist zu der Verlagstätigkeit und dem Podcast auch ein Videocast dazugekommen. Meiner Meinung nach der beste Videocast für Comics den ich kenne. Hier gehts zu ersten Folge

Ich kann jedenfalls die Funnies absolut weiterempfehlen und werde mir selber die nächsten Tage die Comics holen. Wer noch unentschlossen ist sollte in den Comicshop seiner Wahl gehen, vielleicht hat dieser noch den Gratiscomic auf Lager, hier kann man sich die Comics bestellen

Mai
10

The New and Noteworthy #3

Diese Woche nur

Avengers #13 – 17

Der Rest ist nett, aber nichts weswegen ich vor Freude ausflippe

Mai
09

Panini Digits startet

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit. Der digitale Markt in den Staaten ist gerade einer der interessantesten in der gesamten Comicbranche, daher war es klar, dass früher oder später auch Panini, seineszeichen der Verlag, der im deutschsprachigen Raum Marvel und DC veröffentlicht eine Möglichkeit anbieten wird, digitale Inhalte zu verkaufen.

Diese Möglichkeit ist nun unter dem Namen Panini Digits vorhanden. Im Moment ist noch ein absolut überschaubares Angebot zu finden, ich denke aber doch, dass sich das im Laufe der nächsten Wochen und Monate ändern wird. Bis dahin ist der Shop nicht unbedingt aussagekräftig, denn weder Conan noch Haunt werden wohl die Konsumenten dermaßen vom Hocker hauen, dass sie Panini Digits die Tür einrennen werden.

Interessant ist vorallem die Art, wie Comics dort veröffentlicht werden, denn anders als die üblichen Panini Produkte setzt man hier auf Einzelhefte zu einem möglichst günstigen Preis. Daher lässt sich der Shop leichter mit Comixology und Co und weniger mit dem Printangebot vergleichen.

Auf jeden Fall eine spannende Entwicklung, wobei ich eher auf den Moment warte, wenn DC bzw. Marvel-Comics dort angeboten werden.

Die Comics sind neben deutsch noch auf spanisch, französisch oder italienisch erhältlich.

Mai
03

In eigener Sache

Als alter Perry Rhodan Leser habe ich mich immer auf die Ausgaben mit XX00 hinten dran gefreut. Bei diesen Ausgaben wird im Perry Rhodan Computer immer auf die aktuellen Geschehnisse abseits von Terranern, Arkoniden und der SOL gesprochen. Es wird auf den Verlag eingangen, auf die Verstorbenen, auf die Neuankömmlinge im Team.

Ich mache keine fortlaufenden Ausgaben, daher muss ich einen geeigneten Zeitpunkt finden um ein bisschen was über die Interna loszuwerden und da es bei mir gerade ziemlich drunter und drüber geht, denke ich, dass jetzt der geeignete Moment da ist um ein bisschen was zu erzählen.

Jedenfalls, wer meinen Blog und meinen Podcast seit längerem verfolgt, weiß ziemlich gut, dass ich Jus Student bin oder besser gesagt war, denn mittlerweile hab ich die letzte Prüfung positiv absolviert, habe meinen Bescheid für die Verleihung eines akademischen Titel beantragt und bin deshalb vorraussichtlich in 3-4 Wochen Mag. iur.

Die bringt einige Veränderungen mit sich, die ich ein bisschen näher erläutern möchte und keine Angst, der Blog bzw. der Podcast wird sicher nicht eingestellt, aber dazu später mehr.

Die erste große Veränderung ist schon zu Anfang des Jahres eingetreten, ich habe meinen Studentenjob gekündigt und bin seither ohne Arbeit. Ob mich das stört? Naja ohne Geld lebt sichs nicht so gut, Gott sei Dank habe ich mir aber davor schon Rücklagen angeschafft um die Zeit zwischen der alten Arbeit und der neuen Arbeit besser kompensieren zu können. Ich kann sagen, dass mir dies gelungen ist, mit meinen Rücklagen bin ich bis vor wenigen Tagen durchgekommen und da ich sogar noch Geld in der Hinterhand habe auf das ich zugreifen kann, ist auch die Zeit bis zum Arbeitsanfang gesichert.

Dieser wird nicht wie eigentlich geplant im Juni sondern erst im September sein. Ich habe lange mit mir gehadert und mich oft gefragt, ob ich wirklich nur ein Monat Pause nehmen sollte, immerhin hatte ich davor das letzte Mal 2006 wirklich Ruhe. Damals meine Sommerferien von der 7. Klasse zur 8. Klasse, die Sommerferien nach meiner Matura hab ich damals schon in Uniform beim Bundesheer verbracht und seither hab ich eigentlich entweder immer gearbeitet oder studiert. Schlussendlich habe ich mich dann für eine längere Pause entschieden, in dieser werde ich vorwiegend lesen, Videospiele spielen und mich vielleicht auch auf meinen zukünftigen Beruf vorbereiten. Also endlich einmal Entspannung.

Daher wirds im Blog bis September so wie bisher weitergehen. Also ein paar Mal die Woche einen Blogeintrag und vielleicht ein paar Podcasts mehr, da mir das doch extrem viel Spaß macht und ich da gerne mehr machen will. Ab September wirds ein bisschen anders. Also nicht das ich den Blog oder die Podcasts einstellen will, aber es wird halt weniger Content geben. Was ich jedoch vorhabe ist einfach gesagt und zwar möchte ich zwei fixe Wochentage haben, in denen neue Artikel kommen und einen fixen Wochentag alle zwei Wochen wo der Podcast erscheint.

Ich denke so kann ich weiterhin meinen gewohnten Content produzieren ohne das ich mich jetzt sonderlich stressen müsste, bzw habe ich immer einen Termin wo etwas fertig sein muss und das tut mir immer gut. Wie jeder andere kann ich nämlich sehr gut arbeiten, wenn ich eine Deadline habe und auch dann, wenn die Deadline von mir selber gesetzt worden ist.

Neben meiner fertigen Berufausbildung ist in den letzten Wochen noch einiges passiert, was deutlich mehr mit meinem Hobby zutun gehabt hat und auch für mich persönlich einige Veränderungen gebracht hat. Anfang April hatte ich im Panini Forum ein Gespräch mit Bendrix, der mir einige Dinge für meinen Blog geraten hat, die ich jetzt versuche auch durchzuführen, mehr Content, weniger Feedbackbettelei etc.

Das lustige ist aber, dass ich nur wenige Tage später eine email von Michi Furtenbach von consol.at erhalten habe, das Ergebnis kennt ihr bereits, es war der Special Podcast bei consol.at, der zumindest mir extrem viel Spaß gemacht hat. Diese glückliche Fügung hat einen ganz besonders angenehmen Nebeneffekt, seither sind die Zugriffe beim Blog und beim Podcast exorbitant gestiegen und ich erhalten laufend gutes Feedback für meine Sachen. Viele Zuhörer schreiben mir direkte Nachrichten auf Twitter, darüber ihnen mein Podcast gut gefällt und sowas ist natürlich Balsam auf meine geschundene Seele. Danke jedenfalls dafür.

Zusätzlich fand ich den Ausflug in die consol.at Redaktion irrsinnig inspirierend. Seitdem ich dort war, gehen mir laufend neue Konzepte durch den Kopf die ich gerne verwirklichen möchte. Ich habe Ideen wie ich den Podcast besser machen könnte, Ideen für Artikelserien und eine ist mittlerweile schon so ausgereift, dass ich sie ein bisschen näher vorstellen möchte, den “ersten” Teil konntet ihr schon lesen und zwar der Artikel über Avengers im Kino sehen und dann den Comic lesen.

Es soll eine Artikelserie für Comiceinsteiger sein. Leute die noch nie in ihrem Leben einen Comic in der Hand hatten (oder maximal 1-2 Mal) und jetzt neugierig auf das Medium sind. Jetzt nicht die kompletten Basics, wie zB “Wie liest man einen Comic” sondern so Sachen wie “Wenn ich den und den Film/das und das Spiel gesehen/gespielt habe, welche Comics wären was für mich”. Oder auch Artikel über einen Autor sozusagen: “[Autor], welche Sachen sind gut, wo kann ich einsteigen”

Da ich weiß, dass die primären Leser dieses Blogs nicht der Zielgruppe entsprechen die ich damit erreichen will gehe ich auch ein bisschen fremd. Ich hab mit dem ersten Artikel hier nicht besonders viele Leser erreicht, das kann ich mittels google analytics recht gut sehen, aber auf myconsol ist dieser Artikel eingeschlagen wie eine Bombe (mittlerweile hat er mehr als 300 Klicks generiert, was ich doch recht ordentlich finde) und daher werden die nächsten auch dort erscheinen.

Grundsätzlich will ich meine Art zu Schreiben verbessern, ich will eloquenter schreiben, ich will schneller auf den Punkt kommen und dabei den Leser amüsieren. Was ich nicht will sind lange unnötige Absätze die bloß dazu dienen ein bisschen was zu Papier zu bringen. Ich hoffe auch, dass ich durch die zusätzliche Aufmerksamkeit und das Feedback auch einen besseren Stil bekomme, das sich der Leser freut, wenn er sieht, dass Lorenz Müller einen neuen Artikel veröffentlicht hat und gleichzeitig einen Mehrwert durch den Text hat.

Neben meiner Tätigkeit als Blogger bleibe ich natürlich meiner Tätigkeit als Podcaster treu, und hier sind wirklich große Neuerungen in Planung. Auch hier habt ihr die erste bereits miterleben dürfen. Es handelt sich um die Interviews. Ich möchte das Ausbauen, mehr auf die Wiener Comicszene eingehen aber nicht nur auf die, sondern im Idealfall auf die ganze österreichische Comicszene. Und natürlich nicht nur auf die Comicszene, auch im Videospielbereich gibts einige Themen, die mir seit längerem am Herzen liegen und die ich ein bisschen näher beleuchten will. Jedenfalls bin ich voll motiviert, habe Spaß am produzieren und will mich dabei verbessern.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei ein paar Leuten bedanken, die mich in den letzten Wochen und Monaten im Blog sehr stark weitergebracht haben. Hier ist vorallem Crayton und sein gesamtes Team zu nennen, Bendrix aus den schon oben genannten Gründen, ich gehe die Sache jetzt wirklich lockerer an und Michi Furtenbach und Hanns Peter Glock für einen sehr inspirierenden Nachmittag. Danke euch ihr seid Spitze

Und nun Per aspera ad astra

Mai
02

The New and Notworthy #2

Letzte Woche wollte ich was posten, aber es gab keinen Blogartikel bei Comixology. Naja egal, diese Woche gehts weiter

Minisulk
120 Days of Simon

Diesmal nur die Top Shelf Sachen. Vorallem Minisulk.

Apr
30

Der vierzigste Podcast: Avengers, Avengers vs. X-Men und die Comix

Der erste Podcast nach dem wirklich sehr lustigen Aufenthalt in der consol.at Redaktion. Diesmal gibts ein kleines Review vom Film des Jahres Avengers. Meiner Meinung nach die beste Comicverfilmung bisher. Dann gibts auch ein kleines Review zum Prügelevent Avengers vs. X-Men genauer ein Review der ersten beiden Hefte. Leider sind diese nicht so wirklich ergiebig daher ist das eher kurz gehalten. Und zum Schluss gibts dann den besten Teil, die Vienna Comix. Am Anfang ein paar Eindrücke und dann gehts direkt zu den Interviews. Für den Fall, dass ihr auf die Homepages der Künstler gelangen wollt hab ich weiter unten die Links angegeben.

Ich möchte mich für die Qualität der Interviews entschuldigen, ich hab eine neue App probiert, die liefert noch nicht das optimale Ergebnis für einen Podcast, falls jemand von euch eine gute Recorderapp kennt, bei der man die Qualität der Audioschnipsel selber bestimmen kann (hier warens 48 kbps was doch etwas gar wenig ist, dann bitte melden)

Ansonsten freut euch auf den nächsten Podcast, der wird etwas besonders und auch wenn der Termin noch nicht ganz fixiert ist, ich denke ihr werdet es dann richtig toll finden.

Tisch14: www.tisch14.at

karpour: www.ohnitsch.net oder kapour auf deviantart

Henrieke Goorhuis: www.henrikegoorhuis.nl

Yamavu: yamavu.tumblr.com auf twitter: yamavu

hier kann mans hören

Apr
29

Avengers gesehen und jetzt Comics lesen?

Seit einigen Tagen läuft nun endlich die meiner Ansicht nach interessanteste Comicverfilmung seit The Dark Knight und weil ich jetzt endlich nach dem Film wieder richtig Lust bekommen habe ein paar Avengers Comics zu Lesen will ich nun ein paar gute Avengercomics vorstellen. Ich beschränke mich da auf die Jahre 2005-2012.

Avengers Disassembled/New Avengers

Stellt euch folgendes vor: Es gab mal eine Zeit, in der das Avenger-Franchise nicht unbedingt das Top Ten Franchise war, dass wir heute so lieben, sondern die Avengers waren ein für eine lange Zeit eher ein Comic, den man meistens eher so in der Top 20-30 gefunden hat.

Das konnte natürlich nicht so bleiben, immerhin sahen sowohl Joe Quesada als auch Brain Bendis, dass das Franchise unglaubliches Potential hat, welches zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht vollends ausgeschöpft wird. Das Problem, dass beide sahen waren die Charaktere. Natürlich sind ein Hawkeye, eine Scarlett Witch keine schlechten Charaktere, aber sie haben nicht das Potential einen Comic wirklich auf lange Zeit tragen zu können. Dafür werden Figuren wie ein Spider-Man oder ein Wolverine, beide waren zu diesem Zeitpunkt die am weitaus beliebtesten, gar nicht verwendet.

Was tut man nun dagegen? Naja einfache Rechnung. Man subtrahiert die schlechten Charaktere weg, addiert die guten Charaktere zum Rest dazu und fertig ist das Überfranchise schlechthin, dass weit über 200.000 verkaufte Hefte liefern kann. Sagen wir so, es hat funktioniert. Ohne Avengers Disassembled gäbe es heute kein Marvel Universum wie wir es kennen, daher sollte man es als das sehen was es ist, der gelungene Versuch einer am Boden liegenden Franchise wieder Leben einzuhauchen.

Zur Story: Die Scarlett Witch wird verrückt, dadurch wird das Avengers Mansion zerstört und die Avengers gehen eigene Wege. Einige Monate findet ein Gefängnisausbruch statt, ein paar Helden greifen gemeinsam ein, aus diesen Helden formen sich die New Avengers.

Civil War

rund zwei Jahre nach dem Beginn der New Avengers kam schon die erste wirklich große Zerreißprobe für das junge Team (House of M klammere ich aus), die sie auch gleich einmal nicht bestanden. In Stamford starben mehrere Kinder bei einem Kampf zwischen den New Warriors und einem Gegner, das stürzte die Superheldencommunity am Rande des Abgrundes und teilte sie. Warum teilen? Es wurde ein Gesetz verabschiedet, welches Superhelden dazu zwang, sich in einer gemeinsamen Datei speichern zu lassen, mit richtigen Namen etc.

Die eine Gruppierung mit der Federführung von Iron Man war für das Gesetz, die andere unter der Führung von Captain Amercia war gegen das Gesetz. Was folgte waren Kämpfe der beiden Gruppierungen, Demaskierungen und viele viele viele interessante Ansätze, die zumindestens in der Hauptserie nicht stark angeschnitten wurden. Dafür aber in den Tie-Ins.

Damals war ich frisch am Comic lesen und war überrascht, das durchgängig alle Serien einen Civil War Banner trugen, das in Foren richtige Grabenkämpfe durchgeführt wurden kurz der Civil War hat jeden interessiert, der peripher was mit Marvel anfangen konnte.

Aus dem Civil War haben sich sehr viele dann die nächsten Jahre bestimmenden Elemente herausgebildet, die sich sowohl auf das ganze Marvel Universum verteilt haben, als auch den Umgang der Helden miteinander entscheidend geprägt haben.

Civil War ist mein persönliches Lieblingsevent, auch wenn die Hauptserie geschrieben von Mark Millar und gezeichnet von Steve McNiven sehr gedrängt gewirkt hat. Das Event war einfach dazu gemacht, dass man die Tie-Ins holt, dass man seinen Helden sieht, wie er in dieser sehr heftigen Umgebung mit der Situation umgeht. Rückblickend ein wirklich genialer Schachzug.

Avengers Heroic Age

Reisen wir noch ein paar Jahre in die Zukunft: Nachdem einige sehr einschneidende Momente im Marvel Universum stattgefunden haben, konnten sich die Helden wieder zusammenraufen um wieder gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen. Und das tun sie auch. Nur wenige Minuten, nachdem sie wieder im Avengerstower sitzen und sich freuen, dass alles zusammengekommen ist was Rang und Namen haben müssen sie eine Reise in die Zukunft des Marvel Universums antreten. Und die Zukunft des Marvel Universum ist per se eine zerstörte Müllhalde wo einige wenige um alles kämpfen.

Heroic Age war die Offenbarung nach fast 5 Jahren düstere Comics mit viel Streit und wenig Freude hat man damit wieder einen Fuß in das fröhliche Marvel Universum gesetzt, das es früher einmal war. Geschrieben natürlich vom Avengermastermind schlechthin, Brain Michael Bendis, und gezeichnet von dem Zeichner, der wie kein anderer in den letzten 20 Jahren Marvel geprägt hat, John Romita JR, hat mir zumindest der erste Arc unglaublich gut gefallen. Man spürt direkt die Freude, die die beiden haben, wenn sie wieder klassische Avengersgeschichten schreiben können.

Heroic Age ist der Einstiegspunkt für Neuleser, also wenn ihr aus dem Kino kommt und einen Comic lesen wollt, dann holt euch dieses TPB, es ist absolut das Geld wert. Alle anderen dienen hauptsächlich dem besseren Verständnis des aktuellen Marvel Universums, man kann sie aber auch auslassen und einfach so mit den Comics Spaß haben.

Apr
25

Dante’s Inferno

Wie wird wohl die Entwicklerkonferenz bei Visceral gelaufen sein, als sie begonnen haben Dante’s Inferno zu entwickeln. So stelle ich es mir vor

“EA will ein Spiel, dass gegen God of War ankommt, wir sollen es produzieren.”
“Puh das wird schwer, aber ich denke wir schaffen das, wenn wir nur extreme Sachen benutzen”
“Heißt das, dass wir brutaler als God of War sein sollen?”
“Ja”
“Perverser?”
“Ja”
“Obzöner?”
“Ja”
“Gut, dann nehmen wir am besten eine Literaturvorlage die noch niemand gelesen hat, suchen die markantesten Punkte heraus und versuchen das Ding so krass wie möglich zu machen. So kriegen wir auch leicht Aufmerksamkeit.”
“Marquis de Sade?”

So oder ähnlich hat es sich sicher abgespielt, denn wenn ein Spiel hierfür Pate gestanden hat (kleiner Insiderwitz, denn Visceral hat auch den Paten versoftet) dann war es definitv God of War. Denn eigentlich könnte man sagen, dass Dante’s Inferno God of War ist. Nur in einem Mittelaltersetting und mit einem toskanischen Kreuzfahrer anstatt einem wütenden Spartaner. Es spielt sich nicht nur gleich, sondern haargenau gleich. Man rennt, man tötet, man hüpft, man schwingt, wie es einem Kratos schon sehr gut vorgemacht hat.
Was macht dann aber Dante einzigartig, denn bisher gibt es noch keinen plausiblen Grund sich dieses Spiel zu holen und nicht die hervorragende God of War Trilogie.

Und das wirklich tolle an Dantes Inferno ist die bizarr-groteske Atmosphäre in die wir eintauchen. Die Figur des Dante wird sehr interessant charakterisiert. Ein marodierender Kreuzfahrer, der auf seinem Weg nach Jerusalem so ziemlich jede Sünde begeht die man nur begehen kann. Irgendwann reicht es auch ihm und er kehrt zurück in sein Italien, wo er gleich seinen Vater, seine Freundin und ein paar Diener tot am Boden liegen sieht. Da er im Tutorial niemand anderen als den Tod getötet hat und nun dessen Sense als Waffe besitzt, steigt er mal eben so in die Hölle hinab um seine Freundin zu retten.
Und diese Hölle wird sehr grotesk gezeichnet. Dabei ist jedes Plateau einer anderen Todsünde gewidmet und jede sieht anders aus. Wollust zB ist ein riesiger Turm. Wie könnte man sich einen riesigen Turm der Lust vorstellen…. genau. Womit könnte dieser riesige Turm geschmückt sein? Mit primären Geschlechtsteilen von Mann und Frau natürlich. Gier ist ein riesiger Darmtrakt usw. Wer sowas plattes witzig findet, der wird mit Dante’s Inferno eine höllische Freude haben. Leider wird das Spiel gegen Ende etwas eintönig, die beiden letzten Todsünden sind meiner Meinung nach nichts anderes als Instrumente die Spielzeit zu verlängern, vorallem Betrug mit seinen 9 Plateaus ist in Wahrheit nichts anderes als eine einzige Schleife.

Aber auch unser Führer Vergil wirkt sehr seltsam. Während Dante mit allen Charakteren normal redet, beginnt ein Poetry Slam zwischen den beiden zu entspinnen. Klar, die Vorlage ist gereimt und wahrscheinlich sind das Zitate, es fühlt sich einfach nur so unglaublich fehl am Platz an.

Grafisch ist das Spiel leider nicht im geringsten seinen Vorbild ebenbürtig. Während GoW 3 alle paar Minuten einen wow Effekt verursacht bleibt Dante’s Inferno auf durchschnittlichen Niveau. Einzig die Rendervideos schauen richtig gut aus.

Alles in allem ein Spiel das vom GoW Hype lebt, weshalb es nichts anderes ist, als eine auf die Spitze getriebene Kopie von diesem ist. Deshalb muss es sich auch die Vergleiche dazu gefallen lassen. Trotzdem ist es kein schlechtes Spiel, sondern ein durchaus amüsanter Zeitvertreib, den ich zwar sehr schnell durchgespielt habe (<8h) und für den ich niemals Vollpreis bezahlen würde, aber ich hatte meinen Spaß und so wie es aussieht wird wohl auch ein 2. Teil gemacht werden. Was gleichzeitig auch Sinn macht, denn die göttliche Komödie besteht aus drei Teilen und God of War hat ja auch 3 Teile.

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