Ein bisschen Spaß muss sein!

Warum ich letztes Jahr die Seite reaktiviert habe?
Ursprünglich hätte Holzauges Lounge irgendwann ins Datennirvana fallen sollen, sang- und klanglos verschwinden ohne schlechtes Gewissen. Einfach nicht mehr abrufbar. Das brachte ich nicht übers Herz, war es doch über Jahre hinweg ein Baby. Außerdem kostet mich die Homepage knapp 3€ im Monat, nicht so teuer, dass es mich stören würde. Beim Podcast war es was anderes, so richtig glaube ich nicht mehr an dieses Format, auch wenn die Zahlen gerade in der Zeit von Comic Hive immer sehr hoch waren.

Dann kam mein Lokal Game Store gab und gibt mir die Möglichkeiten Videos zu produzieren. Waren die Draftvideos ob meiner fehlenden Spielkenntnis meistens sehr frustrierend liebe ich meine aktuelle Reihe umso mehr. Commander Müller lässt mich kreativ werden, mich seltsame Ideen erproben und dabei auch noch eine Menge Spaß haben. Klar nicht jedes Video hat die gleiche Qualität, manchmal sind die Decklisten halt einfach nicht so nach meinem Geschmack und dann spiele ich gleich um ein vielfaches schlechter, aber bisher wars eine interessante Reise. Obs nun ein Rattentribal war, welches leider furchtbar in die Hose gegangen ist oder eine Art High Tide für Commander. Ich freu mich immer auf Feedback, auf Zuseher und daher, werd ich in Zukunft auch hier meine Videos promoten.

Beginnend mit Nylea, der letzten Liste die Monocolor ist, wird nun weitergearbeitet. Habt Spaß beim Zusehen, das wäre mir das wichtigste.

Digitales Desinteresse

Vor wenigen Wochen erhielt ich eine email, dass mich jemand auf twitter kontaktiert hätte. Es war Crayton, der mich fragte, wanns denn nun endlich losgehen würde. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten.

Grundsätzlich habe ich mich in den letzten Wochen immer öfter ertappt, dass ich außerhalb der Arbeit mein Smartphone vom Netz nehme, ich mich irgendwohin setze und lese bzw. schreibe. Mit Buch bzw. Stift und Papier. Es gibt Abende, da bekomme ich absolut nichts von der Außenwelt mit, liege im Garten, lese und genieße es. Kein Mensch stört mich, kein unnötiges Klingen, kein Gefühl etwas zu verpassen.

Fünf Jahre in der Vergangenheit wäre dies undenkbar gewesen. Angebunden ans Internet hieß damals noch, alles mitzubekommen. Zu allem eine Meinung zu haben, sich über Dinge auszutauschen, die nach 2 Wochen sowieso keine Relevanz mehr hatten. Fünf Jahre können eine Ewigkeit sein, fünf Jahre können sich wie ein Wimpernschlag anfühlen.

Es geht nicht darum immer aktuell zu sein, regelmäßig zu schreiben und zu hoffen, dass am nächsten Tag 15 Klicks mehr auf der Seite sind. Meine Art zu schreiben ist kein Selbstzweck mehr. Ich schreibe, wenn ich Lust habe, ich schreibe wenn ich etwas zu sagen habe. Bis dahin, bleibe ich geerdet und verzichte.