Digitales Desinteresse

Vor wenigen Wochen erhielt ich eine email, dass mich jemand auf twitter kontaktiert hätte. Es war Crayton, der mich fragte, wanns denn nun endlich losgehen würde. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten.

Grundsätzlich habe ich mich in den letzten Wochen immer öfter ertappt, dass ich außerhalb der Arbeit mein Smartphone vom Netz nehme, ich mich irgendwohin setze und lese bzw. schreibe. Mit Buch bzw. Stift und Papier. Es gibt Abende, da bekomme ich absolut nichts von der Außenwelt mit, liege im Garten, lese und genieße es. Kein Mensch stört mich, kein unnötiges Klingen, kein Gefühl etwas zu verpassen.

Fünf Jahre in der Vergangenheit wäre dies undenkbar gewesen. Angebunden ans Internet hieß damals noch, alles mitzubekommen. Zu allem eine Meinung zu haben, sich über Dinge auszutauschen, die nach 2 Wochen sowieso keine Relevanz mehr hatten. Fünf Jahre können eine Ewigkeit sein, fünf Jahre können sich wie ein Wimpernschlag anfühlen.

Es geht nicht darum immer aktuell zu sein, regelmäßig zu schreiben und zu hoffen, dass am nächsten Tag 15 Klicks mehr auf der Seite sind. Meine Art zu schreiben ist kein Selbstzweck mehr. Ich schreibe, wenn ich Lust habe, ich schreibe wenn ich etwas zu sagen habe. Bis dahin, bleibe ich geerdet und verzichte.

Ein Gedanke zu „Digitales Desinteresse“

  1. Habe auf Twitter gelesen, das du einen guten Versandhandel für Comics suchst?! Willst du doch wieder in die Welt der Comics einsteigen?
    Ich finde das übrigens nicht schlecht, das du dich mal von dem ganzen Internet kram ausklingst, warum auch nicht.

    Gruss Crayton

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